Baugeschichte

Baugeschichte in Stichworten

5. August 1275

Bischof Hartmann bestätigt den Karmelitern Kauf von Haus und Grünstück

1321 Baubeginn der Annakirche erhalten: Form der Anlage, Grundmauern im Ostchor, große Sakristei mit kräftig-schweren Kreuzrippengewölbe , Resten von Fresken und figürlichen Schlußsteinen und Konsolen; an der Südwand Malereifragment eines Medaillons mit der Hl. Anna; einzige Darstellung der Hl. Anna in der Kirche
1420 Bau der Hirnschen Kapelle, später von den Goldschmieden erweitert

1460 Klostergebäude, Vorratshäuser und Kreuzgänge werden bei einem Brand zerstört. Erhalten bleiben die Kirche, die Sakristei und die Goldschmiedekapelle, Turm und Wohnung des Priors

1464 Beendigung des Wiederaufbaus; der Kreuzgang wurde mit Wandmalereien geschmückt

1487-1497 Prior Fabri läßt das Kirchenschiff erweitern und erhöhen

1506/1507 Bau der HeiligGrabkapelle

1509-1512 Bau der Fuggerkapelle

1534-1545 Schließung der Annakirche

1602 Erneuerung des Kirchturms durch Elias Holl und Einzug einer Kassettendecke im Hauptschiff

1635 Neuerrichtung der Empore

1681-86 St. Anna erhält ihre heutige Gestalt: 1682 Einbau der Kanzel von Heinrich Eichler(Lippstadt), renoviert in 2002; Umbau des Lettners, Gestaltung der Emporenbrüstung

1747/48 große Kirchenrenovierung unter Samuel Urlsperger und den Oberkirchenpfleger Johann von Stetten und Johann Georg Morell, Beseitigung der Holzdecke und Anbringung einer Tonnenwölbung mit dreigliedrigem Deckengemäldes durch J.G. Bergmüller; Stuckierung durch Johann Michael Feichtmayr

1806 Beerdigungen in der Kirche werden untersagt; der Friedhof wird aufgelassen. Boden, Seitenwände und Hof des Kreuzganges sind mit Grabplatten bedeckt.

1817 durchgreifende Veränderungen (Erhöhung etc) am Fuggerchor auf Grund der Feiern zum 300jährigen Jubiläum der Reformation, Rückbau 10 Jahre später.

1888 Ankauf der Goldschmiedekapelle und Beginn ihrer Restaurierung

1898 neugotischer Altar im Ostchor aus der Werkstatt Wilhelm Vogt in Memmingen

1921 Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes der Fuggerkapelle von 1512 durch die Fuggerstiftung

1928/29 Restauration der großen Sakristei unter Beratung des Landesamtes für Denkmalpflege

25/26. Februar 1944 Zerstörung der Kirche; vor allem der Fuggerkapelle,der Orgel und des Orgelprospektes

bis 1952 Wiederaufbau der Kirche

1961 bis 1967 Abbruch des alten Rektorates und Neubau des Augustanahauses

  Restaurierung des Kreuzganges mit Anhebung des Bodens und Vergrößerung der Fenster

1973-1974 Renovierung der Kirche, Entfernung des Holzfußbodens, Erneuerung der Heizung und der Bänke

1983 Errichtung der Lutherstiege

2002 Renovierung der Kanzel

ab 2003 Sanierung der Dachstühle und Dächer von St. Anna



(aus: Susanne Kasch, St. Anna. Eine Kirche, viele Geschichten Wißnerverlag 2005)